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Offenes Dojo

Montags + dienstags: 16 bis 17.30 Uhr
donnerstags: 9.30 bis 11 Uhr
freitags: 15 bis 16.30 Uhr

4. ADVENT um VIER

"Taiko im Dojo" mit Ranvita Hahn. Ein kurzer, kraftvoller Festakt. Dauer 20 Minuten. Eintritt frei.

 

DOJO – Umbau einer Kirche

Stiller Übungsort und Wegbegleiter

Do (道) steht für Weg, Jo (場) für Ort. In Japan bezeichnet der Begriff Dojo die Trainingsräume für Kampfkünste und die Meditationsräume in Zen-Klöstern.

Unser Dojo ist in die ehemalige Dreifaltigkeitskirche nach Köln-Ossendorf gezogen. Der Respekt vor der spirituellen Aufgabe, einen westlichen Sakralbau in einen östlichen meditativen Übungsraum zu wandeln, hat mich bewogen, bei Prof. Paul Böhm (Architekt) anzufragen. Ihn zu bitten und zu beauftragen, die bauliche und künstlerische Gestaltung des neuen Dojos zu übernehmen.

Mit viel Fingerspitzengefühl und Achtung vor dem Bestand wurde vor allem mit Holz und Putz – puristisch und zugleich markant – aus der Kirche ein wunderschönes Dojo. Ein Dojo, das Erdung bietet und die Sinne öffnet.
 

Transformation einer Kirche in ein Dojo

Luxus der Leere

Ein Dojo ist im Wesentlichen ein großer, leerer Raum, der sich offen, weit – und im neuen Dojo auch nach oben – ausdehnt und sichtbar Platz schafft für körperliche und geistige Bewegung. Ein Luxus in unserem dichten Alltag voller Dinge und Themen.

Von der Zen-Ästhetik inspiriert, ist ein Dojo schlicht, klar und harmonisch gestaltet. Es braucht nicht viel, um Aikido zu üben. Aber das Wenige, was es braucht, wird mit viel Liebe und Hingabe gepflegt. Dieses Ideal der Reduktion bedarf einer sorgfältigen Planung und Umsetzung. Jeder Baustein ist von Belang. Auch was nicht sichtbar ist, ist spürbar.
 

Leere
Offenes Holzwerk

Von innen nach außen

Da wir uns von innen nach außen vorarbeiten, sieht man zurzeit von draußen "nur" das neue schöne rote Dach, die verputzten und dunkelgrau gestrichenen Giebel, die elf neuen Fenster, die erneuerte Schutzverglasung vor dem Auferstehungsfenster, bei Dunkelheit das warme Licht und den neuen Eingang: eine schwere, japanisch anmutende Holztür mit Vordach.

Abgebaut haben wir die wuchtige, sehr in die Jahre gekommene Überdachung eines Weges auf dem Vorplatz. Sie hatte die Sicht auf die schöne, klare Silhouette des Gebäudes und auf fünf prächtige Bäume verstellt. Das alte Hauptportal – jetziger Notausgang – ist erhalten, fein abgeschliffen, aufgearbeitet und links und rechts mit Milchglasscheiben ergänzt.
 

Dojo-Eingang
Sonniger Herbsttag

Pläne

Der erste Bauabschnitt ist abgeschlossen. Innen ist so gut wie alles fertig. Wir sind im Januar eingezogen und die ersten 600 Aikido-Stunden sind geübt. 

Was aussteht, ist der Außenbereich:

  • Angedacht ist ein Garten und ein Weg zum Dojo, der dem Loslassen von Alltagsgedanken dienen soll. Architektonisch angelehnt an japanische Gärten.
  • Darin ein offener Raum zum Meditieren.
  • Zur Beruhigung der Gartenanlage wird der Treppenaufgang am Kirchturm geschlossen und bepflanzt.
  • Die Fassade soll mit einer Schlämme verputzt werden. Schlämme ist ein Dünnschichtputz. Typisch ist die unregelmäßig erscheinende Oberfläche und dass das Mauerwerk noch etwas durchschimmert.

Paul Böhm und ich wollen dem Außen eine Ausstrahlung verleihen, die schon beim Vorbeigehen oder Vorbeifahren guttut. Ein architektonisches, gärtnerisches und spirituelles Kleinod für uns alle.

Die Kosten für den Innenumbau sind erheblich höher ausgefallen als in den ersten Planungen vorgesehen. Es ist aber auch wesentlich schöner geworden, als ich es mir je hätte träumen lassen. Ich bereue keinen Cent, ganz im Gegenteil: ich bin dankbar. Allerdings: das Budget ist erschöpft.

Das heißt: Die Pläne für außen sind auch auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Vielleicht finden sich Menschen aus der Umgebung, die Freude daran haben, uns mit einer Spende zu helfen.

Planung 2019
Zeichnung: Paul Böhm

Vision

Wie ein roter Faden durchzieht eine Friedensvision mein Leben. Dieser Vision bin ich jetzt ein weiteres großes Stück näher gekommen.

Schon als Jugendlicher, geprägt durch die nicht heilenden Kriegstraumen meiner Mutter, verspürte ich den Wunsch, etwas Frieden und Stabilität in die Welt zu bringen. In meinen Dreißigern entwickelte ich die Kampfkunst Aikido beharrlich zu einem Friedensweg weiter. In meinen Vierzigern habe ich in Zusammenarbeit mit Christina Barandun ein Buch über diesen Übungs- und Erfahrungsweg geschrieben. In dieser Zeit habe ich auch begonnen, nach einer japanischen Lehrmethode, Aikido-Lehrer*innen auszubilden.

Erfahrung

Das ehemalige Dojo in der Silcherstraße war eine in den 50er-Jahren erbaute Lkw-Garage.

In 33 Jahren und durch Abertausende-Übungsstunden ist es zu einem Ort herangereift, in dem die Idee der Kampfkunst als Friedensweg lange gelebt wurde und deutliche Spuren hinterlassen hat. Ein Raum, der dazu einlud, sich gesund zu bewegen, in Kontakt mit sich und anderen zu sein, in Stille Abstand zum Alltag zu gewinnen, vielleicht auch das eine oder andere zu reflektieren und gelassener zu werden.

Diese Arbeit jetzt in einer kleinen früheren Kirche fortzuführen, die selbst schon jahrzehntelang ein Ort der inneren Einkehr war, motiviert mich zutiefst.
 

Aikido üben
Rosmarie Scheibler und Giuseppe Di Guardia

Für unser Veedel, für unsere Stadt

Das einzige Kirchengebäude in Ossendorf bleibt erhalten. Ein schlichter Nachkriegsbau, der das Stadtbild seit Jahrzehnten prägt. Er konnte durch die Umnutzung in unser Dojo vor dem Abbau bewahrt werden.

Die ehemalige Kirche – mitten im Veedel – wird auch mit der neuen Nutzung ein Ort für die Seele der Menschen sein.

Mario Krech, Maurer

Gute Klimabilanz

  • Das Dojo hat eine Pelletheizung,
  • eine solarthermische Anlage,
  • zwei große Energie-Pufferspeicher (Wasser) bekommen.

Drei aufeinander abgestimmte Anlagen mit einer exzellenten Ökobilanz. Kein Öl. Kein Gas. Sondern Holzpellets! Die Kraft der Sonne! Und die Fähigkeit von Wasser, Wärme zu speichern! – Pellets sind kleine, zylinderförmige Körper und bestehen aus Säge- und Holzspänen, die in Sägewerken anfallen. Sie sind regional verfügbar. Mit Pellets heizen gilt als 100 % klimaneutral.

Die schwierigste Heizungsaufgabe: die großen Fensterflächen und die hohe Decke im Übungsraum. Das ist zwar traumhaft schön, aber diesen Raum im Winter ökologisch und bezahlbar warm zu halten, ist ein Kunststück für sich.

Die Lösung: Ein hochwertig wärmeisoliertes Dach und die Expertise einer erfahrenen Kirchenheizungsfirma. Sie hat drei Wärmestationen neben der Matte in den Boden eingelassen. Sie erzeugen mit warmem Wasser warme Luft. Ein modernes Umluftsystem mit feinen Staub- und Pollenfiltern.

Jede Woche ein Gesteck

Spenden / Samu

Jede mentale, praktische oder finanzielle Unterstützung tut gut.

  • Samu, 作務, bezeichnet die Pflegearbeiten zur Aufrechterhaltung eines Zen-Klosters oder Dojos, wie das Saugen der Matte, Putzen der Böden, kleinere Reparaturen und die Gartenarbeit. Samu ist in Japan Teil der meditativen Praxis und dient dem Gemeinwohl:

    Samstags 9.30 bis 11.00 Uhr
     
  • Spenden: Für jeden Cent, jeden Euro bin ich dankbar.

    Dirk Kropp, Aikido üben
    IBAN: DE51 3705 0198 0002 9926 26
    COLSDE33XXX
    Verwendungszweck: Spende neues Dojo

    oder



    Eine Spendenquittung für das Finanzamt kann nicht ausgestellt werden.

Umgang mit den Spenden

Der verantwortungsvolle und transparente Umgang mit den Zuwendungen ist mir wichtig. Wer detaillierte Auskünfte haben möchte, möge mich jederzeit ansprechen. Ich gebe gerne nähere Informationen.

Linoleum, Holz, Licht

Dankbarkeit

Tief empfundener Dank an die vielen, vielen Übenden aus unserem Dojo, Ehemalige und Nachbar*innen, die das alles auf ihre ganz persönliche Art und Weise begleitet haben und begleiten. So ein Projekt bezieht und entwickelt seine Kraft nur aus einer solch breiten Solidarität.

  • Unzählige Stunden auf der Baustelle, im Garten oder im Hintergrund.
  • 153.225,85 € an Spenden.

Evangelische Gemeinde Bickendorf:

  • übernahm die Kosten für eine umfangreiche Kanalsanierung.
  • übernahm die Hälfte der Kosten einer neuen Schutzverglasung für das Auferstehungsfenster.
  • übernahm die Kosten für die Schadstoffsanierung.

Staatliche Klima-Förderung:

  • 77.100,00 € mit Innovationsbonus für einen besonders emissionsarmen Biomassekessel.
  • 25.300,00 € für eine wärmedämmende Dachsanierung.

Handwerkskunst

Architekturbüro Paul Böhm,
Holger Reif, Ekoplan,
Ertl-Tragwerk,
Patrick Posielski, P2 Brandschutz,
Sakosta, Schadstoff-Gutachter,
Multitech, Umwelttechnik,
Markus Breuer Elektrotechnik,
Putz & Stuck, Daniel Dibke,
Frescolori,
Euler-Bedachungen,
Erlus,
Tischlerei Heinrich Müller,
Gerüstbau Christian Eggert,
mateco,
Jens Peter Reichert, PR Licht,
Schmidt Licht,
Seeger, architektonisches Licht,
Norka, Industriebeleuchtung,
Florian Kick, Emit,
Theod. Mahr Söhne, Kirchenheizung,
Lindholm, Denkmalpflege,
Josef Frings, Sanitär-Heizung,
Grohe,
Geberit,
Villeroy und Boch,
KWB-Holzheizungen,
Diabos, Beton-Bohrungen,
Kermi,
Wüst Isolierungen,
Schneifel-Pellets,
Mario Krech, MK Bau,
Hahn-Lamellen,
Fußbodentechnik Schmitz,
Gerflor, Bodenbeläge,
Schlosserei Franke,
Laudon,
Giovanni Noé, Rohrreinigung,
N. Barsuhn – Versetzen von Schwergut,
Michels Raumideen,
Littel Green,
Sonnen Herzog,
Keim, Mineralfarbe,
Jochen Urbach,
Guido Jüsgen, Schornsteinfegermeister,
Christian Schmitt, Schornsteinfegermeister​​​​​​​​​​​​​​,
Derix Glasstudios,
Guett-Dern​​​​​​​,
FSB,
Aquasun​​​​​​​,
Knauss​​​​​​​,
Ikea,
AKM-Fensterreinigung,
Lukas Roth, Fotografie,
Antik Acente,
Ricon-Manufaktur​​​​​​​,
​​​​​​​Mocavi​​​​​​​,
DEPUNKT,
​​​​​​​Schlottag​​​​​​​​​​​​​​,
​​​​​​​

Trinkwasser

Öffentlichkeitsarbeit

Veranstaltungen

  • 18. Dezember 22, 16.00 Uhr: "Taiko im Dojo" mit Ranvita Hahn. Ein kurzer, kraftvoller Festakt. Dauer ca. 20 Minuten. Anschließend Zeit zum Nachklingen lassen.
  • 18. Mai 22, Öffentliche Führung "Die Kraft der Leere" mit Prof. Dr. Stefanie Lieb und Prof. Paul Böhm.
  • 5. September 20, Info-Veranstaltung mit Pfarrerin Uta Walger, Architekt Prof. Paul Böhm, Aikido-Übender Uli Krüger und Bezirksbürgermeister Josef Wirges.

Foto-Dokumentationen "Umbau"

von Marlis Wodara, Stand Mai 22:

Artikel

  • Artikel, 1. Juli 22, von Angelika Stahl im Express die Woche.
  • Artikel, 24. Juni 22, von Roland Friedrich, über die Glasmalerin Ingrid Vetter-Spilker, im Schau dich um.
  • Artikel, 2. Juni 22, von Heribert Rösgen im Kölner Stadt-Anzeiger.
  • Interview, 18. Mai 22, mit Prof. Dr. Stefanie Lieb im Domradio.
  • Artikel, 14. Oktober 21, von Heribert Rösgen im Kölner Stadt-Anzeiger.
  • Artikel, 16. April 21, von Angelika Stahl im Kölner Wochenspiegel.
  • Artikel, 21. Januar 21, von Heribert Rösgen im Kölner Stadt-Anzeiger.
  • Interview, 25. August 20, von Ulrike Hilbrig und Georg Kanonenberg in der Begegnung.

Und ...

... ein Newsletter zum Stand der Dinge.