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21. Januar 2022: Raum und Resonanz

Vieles ist noch fremd und ungewohnt, aber wunderschön. Unser Training ist zu Hause.

 

Neues Dojo

Dojos sind Übungsorte und stille Wegbegleiter.

Do (道) steht für Weg und Jo (場) für Ort. In Japan bezeichnet der Begriff Dojo die Trainingsräume für Kampfkünste oder die Meditationsräume in Zen-Klöstern.

Unser Dojo ist in die profanierte Dreifaltigkeitskirche nach Köln-Ossendorf gezogen. Die evangelische Gemeinde und ich haben einen Vertrag geschlossen, der einer Erbpacht nahekommt.

Mein tiefer Respekt vor dem baulichen und spirituellen Erbe hat mich bewogen, den Architekten Prof. Paul Böhm ins Boot zu holen. Mit viel Fingerspitzengefühl und Achtung vor dem Bestand wurde vor allem mit Holz und Putz – puristisch und zugleich markant – aus der Kirche ein einzigartiges Dojo.

Da wir von innen nach außen arbeiten, sieht man zurzeit von der Straße aus das neue schöne Dach, die neuen Fenster und bei Dunkelheit das warme Licht.

Vision

Schon jetzt bin ich einer alten Vision ein weiteres Stück näher gekommen. Ich möchte einen friedlichen Übungsort schaffen, der auch der Allgemeinheit und dem Gemeinwohl dient.

Dieser Traum hat seine Wurzeln in der Vergangenheit und ebenso im Hier und Jetzt. Schon als junger Mann, geprägt durch die nicht heilenden Kriegstraumen meiner Mutter, gab es in mir den tiefen Wunsch, ein Stück Frieden und Stabilität in die Welt zu bringen. Früh entwickelte ich die Kampfkunst Aikido beharrlich zu einem Friedensweg weiter.

Das bisherige Dojo, eine ehemalige Lkw-Garage, war in 33 Jahren durch Abertausende Übungsstunden zu einem Ort gereift, in dem die Idee der Kampfkunst als Friedensweg lange gelebt wurde und deutliche Spuren hinterlassen hatte. Ein Raum, der dazu einlud, sich gesund zu bewegen, in Kontakt mit sich und anderen zu sein, in Stille Abstand zum Alltag zu gewinnen, vielleicht auch den Alltag zu reflektieren und gelassener zu werden. Die Chance, diese Arbeit in einer auffallend schlichten, ehemaligen Kirche fortzuführen, die selbst schon jahrzehntelang ein Ort der Einkehr war, motiviert mich zutiefst.

Für unser Veedel, für unsere Stadt

Die Tür (auf der Bildleiste mitte/links) aus sibirischer Lärche soll einladen.

Ein besonderes Gebäude in Ossendorf bleibt erhalten. Eines, das für das Viertel auch in städtebaulicher Hinsicht prägend ist. Es konnte durch die Umnutzung in unser Aikido-Dojo vor dem Rückbau bewahrt werden.

Das Grundstück, in der Nähe des Rochusparks gelegen, wird auch mit der künftigen Nutzung ein guter Ort für die Menschen bleiben.

Auszeit im Alltag

Bald werde ich der Öffentlichkeit das Dojo zugänglich machen.

Neben dem täglichen Übungsbetrieb wird das Dojo 2 Stunden am Wochenende und 2 Stunden in der Woche für Nachbar*innen, Neugierige und Ruhesuchende offen sein. Sie sind eingeladen, ein bisschen Dojoluft zu schnuppern, zu schauen, in die Stille zu gehen, für sich zu sein.

Stein auf Stein

Fast drei Jahre Projektarbeit mitten in der Pandemie liegen hinter mir: Ideen entwickeln, vorstellen, verhandeln, planen, Rückschläge akzeptieren, verwerfen, neu und weiter planen, erzählen, zuhören und immer wieder aufs Geld schauen. Mit zahllosen Fachleuten war ich vor Ort. Vor allem aus der Heizungsbranche! Vieles habe ich gelernt. Meine Vorfreude auf das neue Dojo (fast) nie verloren. Seit Januar 2021 wird umgebaut.

Luxus der Leere

Ein Dojo ist im Wesentlichen ein großer, leerer Raum, der sich offen, weit – und im neuen Dojo auch nach oben – ausdehnt und sichtbar Platz schafft für körperliche und geistige Bewegung. Ein Luxus in unserem dichten Alltag voller Dinge und Themen.

Von der Zen-Ästhetik inspiriert, ist ein Dojo schlicht, klar und harmonisch gestaltet. Es braucht nicht viel, um Aikido zu üben. Aber das Wenige, was es braucht, wird mit viel Liebe und Hingabe gepflegt. Dieses Ideal der Reduktion bedarf einer sorgfältigen Planung und Umsetzung. Jeder Baustein ist von Belang. Auch was nicht sichtbar ist, ist spürbar.

CO2-neutral

Eine ehemalige Kirche, auch wenn sie klein ist, zu heizen, ist ein Kapitel für sich. Vor allem, wenn man Bewusstheit und Nachhaltigkeit nicht nur auf das Training bezieht. Das neue Dojo bekommt eine Pelletheizung, kombiniert mit einer solarthermischen Anlage und zwei großen Wasser-Pufferspeichern.

Pellets bestehen aus Säge- und Holzspänen, die in Sägewerken anfallen. Sie sind regional verfügbar. Mit Pellets heizen gilt als 100 % klimaneutral. Die Solarthermie-Anlage wird die Heizung unterstützen und im besten Fall im Sommer und in den Übergangszeiten die Warmwasseraufbereitung komplett übernehmen.

Die schwierigste Aufgabe war der neue Übungsraum. Die großen Fensterflächen und die hohe Decke sind zwar traumhaft schön, aber diesen Raum im Winter ökologisch und bezahlbar warm zu halten, ist ein Kunststück für sich. Damit die Wärme nicht nach oben entweicht, wurde das Dach hochwertig wärmeisoliert. Dann vertraue ich der Expertise einer erfahrenen Kirchenheizungsfirma. Sie hat drei Wärmestationen neben der Matte in den Boden eingelassen. Sie erzeugen mit warmem Wasser warme Luft. Ein modernes Umluftsystem mit hochwertigen Staub- und Pollenfiltern.

Samu: gemeinsames Dojopflegen + Gartenarbeit,

samstags vom 9.30 bis 11.00 Uhr
 

Herausforderung

Ich hatte und habe tolle Firmen an der Seite. Sie achten darauf, die Kosten niedrig zu halten, ohne auf Qualität zu verzichten. Aufgrund der immensen Ausgaben für die Heizung und das Dach werden folgende Pläne zurückgestellt: die Sanierung der WCs, der Ausbau des Untergeschosses und die Neugestaltung der Außenanlagen.

Dankbar

„Erst prägt der Mensch den Raum, dann prägt der Raum den Menschen“ (Winston Churchill)

Viele, viele Übende aus unserem Dojo, Ehemalige und Nachbar*innen begleiten das Projekt auf ihre ganz persönliche Art und Weise. Das berührt mich im Herzen, schenkt Kraft, macht Mut, hilft und prägt das Dojo. Ich bin zutiefst dankbar.

  • Unzählige Stunden auf der Baustelle, im Garten oder im Hintergrund.
  • 145.040,56 € an Spenden.

Evangelische Gemeinde Bickendorf:

  • übernahm die Kosten für eine umfangreiche Kanalsanierung.
  • übernahm die Hälfte der Kosten einer neuen Schutzverglasung für das Auferstehungsfenster.
  • übernahm die Kosten für eine Schadstoffsanierung.

Staatliche Klima-Förderung:

  • 77.100,00 € mit Innovationsbonus für einen besonders emissionsarmen Biomassekessel.
  • 25.300,00 € für eine wärmedämmende Dachsanierung.

Spenden

Jede mentale, praktische oder finanzielle Unterstützung tut gut. DANKE!

Oder:

Dirk Kropp, Aikido üben
IBAN: DE51 3705 0198 0002 9926 26
COLSDE33XXX
Verwendungszweck: Spende Umbau Kirche/Dojo

Eine Spendenquittung für das Finanzamt kann nicht ausgestellt werden.

Umgang mit den Spenden

Der verantwortungsvolle und transparente Umgang mit den Zuwendungen ist mir wichtig. Wer detaillierte Auskünfte haben möchte, möge mich jederzeit ansprechen. Ich gebe gerne nähere Informationen.

Firmen

Architekturbüro Paul Böhm,
Holger Reif, Ekoplan,
Ertl-Tragwerk,
Patrick Posielski, P2 Brandschutz,
Multitech, Umwelttechnik,
Markus Breuer Elektrotechnik,
Stuckgeschäft Daniel Diebke,
Frescolori,
Euler-Bedachungen,
Erlus,
Tischlerei Heinrich Müller,
Gerüstbau Christian Eggert,
mateco,
Jens Peter Reichert, PR Licht,
Schmidt Licht,
Seeger, architektonisches Licht,
Florian Kick, Emit,
Theod. Mahr Söhne, Kirchenheizung,
Lindholm, Denkmalpflege,
Josef Frings, Sanitär-Heizung,
Grohe,
Geberit,
Villeroy und Boch,
KWB-Holzheizungen,
Diabos, Beton-Bohrungen,
​​​​​​​Wüst Isolierungen​​​​​​​,
Mario Krech, MK Bau,
Hahn-Lamellen,
Fußbodentechnik Schmitz,
Gerflor, Bodenbeläge,
Schlosserei Franke,
Laudon,
Giovanni Noé, Rohrreinigung,
N. Barsuhn – Versetzen von Schwergut,
Michels Raumideen,
Guido Jüsgen, Schornsteinfegermeister,
Christian Schmitt, Schornsteinfegermeister,
Derix Glasstudios,
Jochen Urbach​​​​​​​,
Guett-Dern​​​​​​​,
Aquasun​​​​​​​,
​​​​​​​Knauss​​​​​​​​​​​​​​,

Öffentlichkeitsarbeit, Presse

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Artikel, 14. Oktober 2021, von Heribert Rösgen im Kölner Stadt-Anzeiger.
Artikel, 16. April 2021, von Angelika Stahl im Kölner Wochenspiegel.
Artikel, 21. Januar 2021, von Heribert Rösgen im Kölner Stadt-Anzeiger.
Interview, 25. August 2020, von Ulrike Hilbrig und Georg Kanonenberg im Gemeindebrief der Evangelischen Kirchengemeinde Bickendorf.