calendar dojo facebook instagram language vimeo

Dirk Kropp

Aikidolehrer und Dojoleiter, 7. Dan

Anfänge

Als Jugendlicher wollte ich mich schützen lernen. Angezogen von der Ästhetik der Bewegungsabläufe und der Philosophie hinter dem Aikido, begann ich mit dem Training. Schon als Kind hatte ich viel meditiert und mich viel bewegt. Im Aikido fand ich die Möglichkeit, beides miteinander zu verbinden und gleichzeitig eine ethisch wertvolle Verteidigungskunst zu erlernen.

Berufung

Nach Schule und Wehrdienst entschied ich mich, das gerade begonnene Studium abzubrechen, um mich ganz meinem täglichen Training zu widmen. Ich machte Aikido zum Beruf.

  • Mit Anfang 20 begann ich Aikido zu unterrichten, fünf Jahre im Samurai Porz, einem Judo-Klub. Hier entstand meine tiefe Freude am Lehren.
  • 1985 eröffneten Hans-Jürgen Klages und ich das Dojo in Hürth-Efferen. Seitdem leite ich kontinuierlich Tag für Tag Übungsstunden.
  • 1988 zogen wir mit dem Dojo in die Silcherstraße nach Köln-Bickendorf. 1996 habe ich die alleinige Verantwortung für das Dojo übernommen.
  • Seit Januar 2022 geht der Weg in einem besonderen Dojo weiter – einer ehemaligen Kirche.

Mittlerweile bin ich über 60 ...

Ehrenamt

Seit der Gründung des Bundesverbandes der Aikido-Lehrer 1987 bin ich für diesen in den verschiedensten Bereichen tätig. 2018 wurde ich zum Vorstand "Grundsatzfragen" gewählt.

Japan

Von 1975-88 orientierte ich mich an Meister Katsuaki Asai. Seit 1984 reise ich fast jährlich nach Japan. Hier halte ich die Verbindung zu den Wurzeln des Aikido. Im Aikikai Honbu Dojo in Tokio übe ich bei der Gründerfamilie – inzwischen in der dritten Generation: Kisshomaru, Moriteru und Mitsuteru Ueshiba.

Bis zu seinem Tod 1988 förderte mich Dr. Kokichi Hatakeyama. Der angesehene Arzt und Schwertmeister ermöglichte mir mehrmonatige Japanaufenthalte. Er führte mich in die Kampfkunstwelt ein und gewährte mir Einblicke in seine ganzheitliche Lebensauffassung und in seine friedfertige Philosophie der Schwertkunst.

Meditativer Stil

Die ersten fünf Japanreisen berührten mich nachhaltig. Den Erfahrungen und Erkenntnissen hieraus wollte ich mich nicht verschließen: In den 90er-Jahren entwickelte ich einen meditativen Aikido-Übungsstil. Er stellt das gesunde und friedfertige Potenzial dieser Kampfkunst stärker in den Vordergrund. In Zusammenarbeit mit Christina Barandun habe ich ein Buch über diesen Übungs- und Erfahrungsweg geschrieben. Es wurde im Kösel-Verlag veröffentlicht.

Ich begann Aikido-Lehrer*innen auszubilden.

Samu, 作務

"Samu" bezeichnet die Arbeiten zur Erhaltung eines Dojos: Blumen stecken, Matte saugen, Bäder putzen ..., Gartenarbeit. Mit viel Liebe und Unterstützung aus dem Kreis der Mitglieder nehme ich diese Aufgaben an.

Anliegen

Es ist mir eine Herzensangelegenheit, den ureigenen Charakter des Dojos zu pflegen.

Fernab von Metaverse & Co möchte ich – im feinen Zusammenspiel mit unserem Üben – einen real spür- und erlebbaren Kraftort für Körper, Geist und Seele schaffen.