calendar dojo facebook instagram language vimeo

Neues Dojo: Umwidmung einer Kirche

Unser Dojo zieht im Herbst in die profanierte Dreifaltigkeitskirche nach Köln-Ossendorf, Rochusstraße 216. Mit der evangelischen Gemeinde habe ich einen Mietvertrag abgeschlossen, der einem Erbpachtvertrag nahekommt.

Der Respekt vor dem baulichen und spirituellen Erbe hat mich bewogen, den Architekten Paul Böhm ins Boot zu holen. Behutsam und mit wenigen wohldurchdachten Eingriffen wird der Bestandsbau langsam, aber sicher in ein wunderschönes Dojo verwandelt.

Präambel

"Beseelt von dem Wunsch, die ehemalige Dreifaltigkeitskirche in Köln-Ossendorf als einen Ort der Stille und des Friedens zu erhalten, zu pflegen und der Öffentlichkeit weitgehend zu öffnen, haben die evangelische Gemeinde Köln-Bickendorf und Dirk Kropp folgenden Mietvertrag geschlossen."

Diese Erklärung ist Ausdruck meiner Vision, hier einen Übungsort zu schaffen, der auch der Allgemeinheit und dem Gemeinwohl dient.

Vision

Meine Vision hat ihre Wurzeln in der Vergangenheit und ebenso im Hier und Jetzt. Schon als junger Mann, geprägt durch die nicht heilenden Kriegstraumen meiner Mutter, gab es in mir den tiefen Wunsch, ein Stück Frieden und Stabilität in die Welt zu bringen. Früh entwickelte ich die Kampfkunst Aikido zu einem Friedensweg weiter.

Das jetzige Dojo in einer ehemaligen Lkw-Garage ist mit den Jahren durch abertausende Übungsstunden zu einem Ort geworden, in dem die Idee der Kampfkunst als Friedensweg schon lange gelebt wird und deutliche Spuren hinterlassen hat. Ein Raum, der dazu einlädt, sich gesund zu bewegen, in Kontakt mit sich und anderen zu sein, in Stille Abstand zum Alltag zu gewinnen, vielleicht auch den Alltag zu reflektieren und gelassener zu werden. Die Chance, diese Arbeit in einer auffallend schlichten, ehemaligen Kirche fortzuführen, die selbst schon jahrzehntelang ein Ort der Einkehr war, motiviert mich zutiefst.

Für unser Veedel, für unsere Stadt

Die Tür (auf der Bildleiste mitte/links) aus sibirischer Lärche soll einladen.

Ein besonderes Gebäude in Ossendorf bleibt erhalten. Eines, das für das Viertel auch in städtebaulicher Hinsicht prägend ist. Es konnte durch die Umnutzung in unser Aikido-Dojo vor dem Rückbau bewahrt werden. Der Architekt Paul Böhm schafft es, dem Raum, der im Wesentlichen erhalten bleibt, einen neuen, individuellen Charakter zu geben. Das Grundstück, in der Nähe des Rochusparks gelegen, wird auch mit der künftigen Nutzung ein guter Ort für die Menschen bleiben.

Auszeit im Alltag

Neben dem täglichen Übungsbetrieb wird das Dojo 2 Stunden am Wochenende und 2 Stunden in der Woche für Nachbar*innen, Neugierige und Ruhesuchende offen sein. Sie sind eingeladen, ein bisschen Dojoluft zu schnuppern, zu schauen, in die Stille zu gehen, für sich zu sein.

Stein auf Stein

„Ausdauer wird früher oder später belohnt, meist später“ (Wilhelm Busch).

Seit über zwei Jahren bin ich nun an diesem Projekt: Ideen entwickeln und dem Presbyterium vorstellen, verhandeln, planen, Rückschläge akzeptieren, verwerfen, neu und weiter planen, erzählen, zuhören und immer wieder aufs Geld schauen. Mit zahllosen Fachleuten war ich vor Ort. Vor allem aus der Heizungsbranche! Vieles habe ich gelernt. Meine Vorfreude auf das neue Dojo (fast) nie verloren. Seit Januar wird umgebaut.

Luxus der Leere

Der japanische Begriff Dojo steht für „Ort des Weges“. Ein Dojo ist im Wesentlichen ein großer, leerer Raum, der sich offen, weit – und im neuen Dojo auch nach oben – ausdehnt und sichtbar Platz schafft für körperliche und geistige Bewegung. Ein Luxus in unserem dichten Alltag voller Dinge und Themen.

Von der Zen-Ästhetik inspiriert, ist ein Dojo schlicht, klar und harmonisch gestaltet. Es braucht nicht viel, um Aikido zu üben. Aber das Wenige, was es braucht, wird mit viel Liebe und Hingabe gepflegt. Dieses Ideal der Reduktion bedarf einer sorgfältigen Planung und Umsetzung. Jeder Baustein ist von Belang. Auch was nicht sichtbar ist, ist spürbar.

CO2-neutral

Eine ehemalige Kirche, auch wenn sie klein ist, zu heizen, ist ein Kapitel für sich. Vor allem, wenn man Bewusstheit und Nachhaltigkeit nicht nur auf das Training bezieht. Das neue Dojo bekommt eine Pelletheizung, kombiniert mit einer solarthermischen Anlage und zwei großen Wasser-Pufferspeichern.

Pellets bestehen aus Säge- und Holzspänen, die in Sägewerken anfallen. Sie sind regional verfügbar. Mit Pellets heizen gilt als 100 % klimaneutral. Die Solarthermie-Anlage wird die Heizung unterstützen und im besten Fall im Sommer und in den Übergangszeiten die Warmwasseraufbereitung komplett übernehmen.

Die schwierigste Aufgabe war der neue Übungsraum. Die großen Fensterflächen und die hohe Decke sind zwar traumhaft schön, aber diesen Raum im Winter ökologisch und bezahlbar warm zu halten, ist ein Kunststück für sich. Damit die Wärme nicht nach oben entweicht, muss das Dach wärmeisoliert werden. Dann vertraue ich der Expertise einer erfahrenen Kirchenheizungsfirma. Sie wird drei Wärmestationen neben der Matte in den Boden einlassen. Sie erzeugen mit warmem Wasser warme Luft. Es ist ein modernes Umluftsystem mit hochwertigen Staub- und Pollenfiltern.

Termin vor Ort

Rochusstraße 216, 50827 Köln

Samstags vom 11.00 bis 13.00
Samu: Wege fegen + Gartenarbeit, Baustelle aufräumen + kehren.

Herausforderung

In seiner Dimension ist der Umbau für mich alleine schwer stemmbar. Ich habe tolle Firmen an der Seite. Sie achten sehr darauf, die Kosten niedrig zu halten, ohne auf Qualität zu verzichten. Zurückstellen muss ich die Toilettenanlagen, das Untergeschoss mit Gästezimmer und die Umgestaltung der Außenanlagen.

Dankbarkeit

Viele, viele Übende aus unserem Dojo, Ehemalige und Nachbar*innen begleiten das Projekt auf ihre ganz persönliche Art und Weise. Das berührt mich im Herzen, schenkt Kraft, macht Mut und hilft. Ich bin zutiefst dankbar.

  • Unzählige Stunden auf der Baustelle, im Garten oder im Hintergrund.
  • 117.434,92 € an Spenden.

Staatliche Klimaschutz-Fördergelder:

  • 77.100,00 € mit Innovationsbonus für einen besonders emissionsarmen Biomassekessel.

Spenden

Eine Spendenquittung für das Finanzamt kann nicht ausgestellt werden.

Oder:

Dirk Kropp, Aikido üben
IBAN: DE51 3705 0198 0002 9926 26
COLSDE33XXX
Verwendungszweck: Spende Umbau Kirche/Dojo

Umgang mit den Spenden

Der verantwortungsvolle und transparente Umgang mit den Zuwendungen ist mir wichtig. Wer detaillierte Auskünfte haben möchte, möge mich jederzeit ansprechen. Ich gebe gerne nähere Informationen.

Firmen

Architekturbüro Paul Böhm,
Holger Reif, Ekoplan,
Ertl-Tragwerk,
Markus Breuer Elektrotechnik,
Stuckgeschäft Daniel Diebke,
Euler-Bedachungen,
Tischlerei Heinrich Müller,
Gerüstbau Christian Eggert,
Jens Peter Reichert, PR Licht,
Theod. Mahr Söhne, Kirchenheizung,
Josef Frings, Sanitär-Heizung,
KWB-Holzheizungen,
Mario Krech, MK Bau,
Hahn-Lamellen,
Fußbodentechnik Schmitz,
Schlosserei Franke​​​​​​​,

Öffentlichkeitsarbeit

Newsletter von Petra Reuffurth und Dirk Kropp.

Interview von Ulrike Hilbrig und Georg Kanonenberg im Gemeindebrief der Evangelischen Kirchengemeinde Bickendorf.
Artikel von Heribert Rösgen im Kölner Stadt-Anzeiger.
Artikel von Angelika Stahl im Kölner Wochenspiegel.