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Neues Dojo: Umwidmung einer Kirche

Unser Dojo zieht im Sommer in die profanierte Dreifaltigkeitskirche nach Köln-Ossendorf, Rochusstraße 216.

Der Respekt vor dem baulichen und spirituellen Erbe hat mich bewogen, den Architekten Paul Böhm ins Boot zu holen. Behutsam und mit wenigen wohldurchdachten Eingriffen wird der Bestandsbau langsam, aber sicher in ein wunderschönes Dojo verwandelt.

Präambel

"Beseelt von dem Wunsch, die ehemalige Dreifaltigkeitskirche in Köln-Ossendorf als einen Ort der Stille und des Friedens zu erhalten, zu pflegen und der Öffentlichkeit weitgehend zu öffnen, haben die evangelische Gemeinde Köln-Bickendorf und Dirk Kropp folgenden Mietvertrag geschlossen."

Geschrieben habe ich diesen Satz als feierliche Erklärung im Herbst 2019, an einem Sonntagmorgen. Er ist Ausdruck meiner Vision, hier einen Übungsort zu schaffen, der auch der Allgemeinheit und dem Gemeinwohl dient.

Vision

Meine Vision hat ihre Wurzeln in der Vergangenheit und ebenso im Hier und Jetzt. Schon als junger Mann, geprägt durch die nicht heilenden Kriegstraumen meiner Mutter, gab es in mir den tiefen Wunsch, ein Stück Frieden und Stabilität in die Welt zu bringen. Früh entwickelte ich die Kampfkunst Aikido zu einem Friedensweg weiter.

Das jetzige Dojo in einer ehemaligen Lkw-Garage ist mit den Jahren durch abertausende Übungsstunden zu einem Ort geworden, in dem die Idee der Kampfkunst als Friedensweg schon lange gelebt wird und deutliche Spuren hinterlassen hat. Ein Raum, der dazu einlädt, sich gesund zu bewegen, in Kontakt mit sich und anderen zu sein, in Stille Abstand zum Alltag zu gewinnen, vielleicht auch den Alltag zu reflektieren und gelassener zu werden. Die Chance, diese Arbeit in einer auffallend schlichten, ehemaligen Kirche fortzuführen, die selbst schon jahrzehntelang ein Ort der Einkehr war, motiviert mich zutiefst.

Für unser Veedel, für unsere Stadt

Die Tür (auf der Bildleiste mitte/links) aus sibirischer Lärche soll einladen.

Ein besonderes Gebäude in Ossendorf bleibt erhalten. Eines, das für das Viertel auch in städtebaulicher Hinsicht prägend ist. Es konnte durch die Umnutzung in unser Aikido-Dojo vor dem Rückbau bewahrt werden. Der Architekt Paul Böhm schafft es, dem Raum, der im Wesentlichen erhalten bleibt, einen neuen, individuellen Charakter zu geben. Das Grundstück am Kreisverkehr wird wieder belebt und auch mit der künftigen Nutzung ein guter Ort für die Menschen bleiben.

Neben dem täglichen Übungsbetrieb soll das Dojo jeweils zwei, drei Stunden in der Woche und am Wochenende für Nachbar*innen, Neugierige und Ruhesuchende offen sein. Sie sind eingeladen, Dojoluft zu schnuppern, zu schauen, zu meditieren, für sich zu sein.

Stein auf Stein

„Ausdauer wird früher oder später belohnt, meist später“ (Wilhelm Busch).

Seit zwei Jahren bin ich nun an diesem Projekt: Ideen entwickeln und dem Presbyterium vorstellen, verhandeln, planen, Rückschläge akzeptieren, verwerfen, neu und weiter planen, erzählen, zuhören und immer wieder aufs Geld schauen. Mit zahllosen Fachleuten war ich vor Ort. Vieles habe ich gelernt. Meine Vorfreude auf das neue Dojo (fast) nie verloren. Mit viel Umsicht hat der Umbau nun begonnen.

Der japanische Begriff Dojo steht für „Ort des Weges“. Ein Dojo ist im Wesentlichen ein großer, leerer Raum, der sich offen, weit – und im neuen Dojo auch nach oben – ausdehnt und sichtbar Platz schafft für körperliche und geistige Bewegung. Ein Luxus in unserem dichten Alltag voller Dinge und Themen.

Von der Zen-Ästhetik inspiriert ist ein Dojo schlicht und harmonisch gestaltet. Dem liegt die Geisteshaltung zugrunde, dass alles und gerade das Alltägliche, Schlichte und Gebräuchliche wertvoll und schön sein kann. Dieses Ideal der Reduktion bedarf aber einer besonders sorgfältigen Planung. Die einzelnen Elemente, jedes Fenster, jede Tür ist wichtig. Auch was nicht unmittelbar sichtbar ist, ist spürbar.

Termine vor Ort

Rochusstraße 216, 50827 Köln-Ossendorf

Dienstags von 18.00 bis 19.30
anschauen, wirken lassen.

Samstags vom 11.00 bis 13.00
Samu: Wege fegen + Gartenarbeit, Baustelle aufräumen + kehren.

Herausforderung

Die evangelische Gemeinde und ich haben einen Mietvertrag abgeschlossen, der einem Erbpachtvertrag nahekommt.

In seiner Größe und seinen Optionen ist dieses Projekt ­– in der aktuellen Phase – für mich alleine nur schwer stemmbar. Ich bin unendlich dankbar für die bisherige tatkräftige und finanzielle Unterstützung. Unzählige Arbeitsstunden vor Ort von Übenden und Menschen aus der Nachbarschaft, die mir beim Pflegen der Gartenanlage, des Vorplatzes und beim Vorbereiten der Baustelle und dessen Sauberhalten behilflich sind. Dazu kommen 109.522,17 € an Spenden, Zuwendungen und Beitragsvorauszahlungen, die seit August 2020 eingegangen sind.

Wer mich kennt, weiß, dass mein Vorhaben nicht unersättlich ist. Aber ich kann noch viel Hilfe gebrauchen: praktische vor Ort und finanzkräftige.

Achtung

Ab sofort können Spenden nicht mehr auf das Konto der ev. Gemeinde überwiesen werden. Alle bisherigen Spenden auf das Gemeindekonto fließen zu 100 % in unser Projekt.

Zuwendung direkt ans Dojo

Über jeden Euro freue ich mich sehr. Eine Spendenquittung für das Finanzamt kann nicht ausgestellt werden.

Oder:

Dirk Kropp, Aikido üben
IBAN: DE51 3705 0198 0002 9926 26
COLSDE33XXX
Verwendungszweck: Spende Umbau Kirche/Dojo

Umgang mit den Zuwendungen

Der verantwortungsvolle und transparente Umgang mit den Zuwendungen ist mir wichtig. Wer detaillierte Auskünfte haben möchte, möge mich jederzeit ansprechen. Ich gebe gerne nähere Informationen.

Firmen

An dieser Stelle die Firmen, die bereits Arbeiten geleistet haben bzw. in nächster Zukunft leisten werden: 

Architekturbüro Paul Böhm,
Holger Reif, Ekoplan,
Markus Breuer Elektrotechnik,
Stuckgeschäft Daniel Diebke,
Christian Ritterskamp, RIBO Bedachungen,
Tischlerei Heinrich Müller,
Gerüstbau Christian Eggert,
Jens Peter Reichert, PR Licht,
Theod. Mahr Söhne, Kirchenheizung,
Josef Frings, Sanitär-Heizung,
 

Öffentlichkeitsarbeit

Petra Reuffurth und ich begleiten mit Informationen den Weg dorthin: Newsletter-Archiv.

Interview von Ulrike Hilbrig und Georg Kanonenberg im Gemeindebrief der Evangelischen Kirchengemeinde Bickendorf.

Artikel von Heribert Rösgen im Kölner Stadt-Anzeiger.